Habt ihr euch auch schon mal gefragt, ob eine Kreuzfahrt das Richtige für euch ist? Wir haben das Abenteuer gewagt! Im Januar 2026 hieß es für uns zum ersten Mal: „Leinen los“ mit der Spectrum of the Seas von Royal Caribbean. Zwischen Vorfreude und einer gewissen Portion Skepsis wussten wir vorab nicht genau, was uns auf diesem schwimmenden Riesen erwarten würde. Wir geben euch in diesem Review einen Einblick, was ihr auf der Spectrum of the Seas erwarten könnt.
Wir waren insgesamt fünf Nächte an Bord und hatten eine Route, die uns von Hong Kong zu den japanischen Inseln Okinawa und Ishigaki führte. Der Mix bestand aus zwei Landtagen und zwei Seetagen – perfekt, um das Schiff in aller Ruhe unter die Lupe zu nehmen.
Der Gigant auf dem Wasser: Fakten Review zur Spectrum of the Seas

Bevor wir in unser persönliches Review eintauchen, hier ein paar beeindruckende Zahlen. Die Spectrum of the Seas ist nicht einfach nur ein Schiff – sie ist ein Großprojekt der sogenannten „Quantum-Ultra-Klasse“, das in Deutschland bei der Meyer Werft gebaut wurde.
Hier ein paar Fakten, damit ihr eine Vorstellung von der Dimension dieses Schiff bekommt:
- Größe: Mit einer Länge von 347 Metern und einer Breite von rund 41 Metern ist sie sogar etwas größer als die neuesten Flugzeugträger der US Navy.
- Kapazität: Bei Vollbelegung finden bis zu 4.905 Passagiere Platz. Unserer Erfahrung nach war es trotz Vollbelegung an Bord aber nicht überfüllt.
- Crew: Rund 1.550 Besatzungsmitglieder aus aller Welt sorgen dafür, dass an Bord alles reibungslos läuft.
- Baukosten: Der Bau kostete stolze 940 Millionen US-Dollar und wurde 2019 fertiggestellt.
- Haupthafen: Sie wurde speziell für den asiatischen Markt konzipiert; ihr Haupthafen ist Shanghai, wobei sie oft auch wie in unserem Fall von Hongkong aus in See sticht.
Unsere Erfahrung und Bewertung im Detail
Du willst noch mehr zu unseren Erlebnissen lesen? Dann schau auch bei unserem ausführlichen Reisebericht vorbei.
Zimmer & Komfort: Ein schwimmendes Zuhause (5/5)
Wir hatten eine Balkonkabine gebucht und waren schlichtweg begeistert. Das Zimmer war modern, blitzsauber und überraschend geräumig. Besonders das schlaue Design mit viel Stauraum hat uns überzeug. Dank der außenliegenden Balkonkabine hatten wir ein großes Fenster mit direktem Blick auf den Ozean und ein Bett, das so bequem war, dass man fast das Aufstehen vergaß.
Service: Gastfreundlichkeit auf Englisch und Chinesisch (4,5/5)
Der Service an Bord war gut. Das Personal war durchweg freundlich, proaktiv und sprach sicher Englisch sowie Chinesisch. Wir fühlten uns jederzeit gut aufgehoben und willkommen.
Essen: Luft nach oben (3/5)
Hier müssen wir ehrlich sein: Kulinarisch hatten wir uns mehr erhofft. Während das Frühstück ganz gut war, empfanden wir das Abendessen im Hauptrestaurant nur als mittelmäßig. Überraschenderweise war das Buffet im Windjammer am Abend oft die bessere Wahl. Auch die vielen Snacks an Bord waren qualitativ eher Durchschnitt.
Getränke & Bars: Qualität hat ihren Preis (5/5)
Die Cocktails waren exzellent gemischt und qualitativ hochwertig. Es gibt zahlreiche Themenbars und sogar einen autonomen Roboter, der auf Bestellung Cocktails in der Bionic Bar mischt. Unsere Lieblingsbar war allerdings die gemütlich im Segelschiff-Stil eingerichtete Schooner Bar. Die Preise sind zwar etwas höher, aber dafür bekommt man Cocktails in guter Qualität oft mit begleitender Live-Musik.
Aktivitäten an Bord: Ein schwimmender Vergnügungspark (5/5)
Wer glaubt, man säße auf einem Schiff nur faul in der Sonne, der irrt gewaltig – zumindest auf der Spectrum of the Seas. Das Angebot an Aktivitäten ist sehr vielfältig und bietet für jeden Typ das Richtige. Für die Sportlichen gibt es eine Jogging-Strecke auf dem obersten Deck sowie Tischtennis, Badminton und Basketball. Wer das Besondere sucht, kann beim Bodyflying (Aufpreis!) abheben oder sich beim Boxautofahren im SeaPlex austoben. Und nicht zuletzt werden natürlich die typischen Gruppenaktivitäten von Trivia-Quiz bis Bingo angeboten. Das Schiff verfügt über insgesamt 3 Pools und mehrere Whirlpools, die zum Entspannen einladen.
Unsere einzigen Kritikpunkte: Die Pools sind allesamt etwas klein geraten, wenn man wirklich Bahnen schwimmen möchte und das Gym an Bord war viel zu klein und praktisch nicht nutzbar.
Landgänge: (3,5/5)
Okinawa und Ishigaki sind landschaftlich wunderschön, die Städte selbst jedoch weniger spektakulär. Leider hatten wir in der begrenzten Zeit auf eigene Faust keine Gelegenheit etwas anderes als die Hafenstädte zu erleben. Denn die von Royal Caribbean angebotenen Touren empfanden wir als deutlich überteuert und selbst die angebotenen Bustransfers in die Innenstädte waren deutlich teurer als ein selbstorganisiertes Taxi. Hier beginnt allerdings die Herausforderung: In Okinawa war es extrem schwierig, ein Taxi vom Hafen in die Stadt zu bekommen. In Ishigaki gab es zwar ebenso kaum Taxis, aber das Zentrum war immerhin in etwa 30 Minuten zu Fuß erreichbar.
Tipp: Macht es geschickter als wir und informiert euch vorab über eine private Tour bei einer lokalen Organisation!
Entertainment: Broadway Feeling auf dem Ozean (6/5)
Ja, ihr lest richtig: 6 von 5 Punkten! Wir waren sprachlos. Jeden Abend gab es Shows, die uns völlig begeistert haben – wir haben tatsächlich keine einzige verpasst. Das Schiff verfügt gleich über 2 Theater mit hochmoderner Bühnentechnik. Die Darsteller sind absolute Profis und auch die Live-Bands in den Lounges waren fantastisch.
Unser persönliches Fazit
Wir sind als Kreuzfahrt-Neulinge gestartet und als Fans zurückgekehrt. Trotz der kleinen Abzüge im Review beim Essen und der Organisation der Landgänge hat uns das Gesamtpaket der Spectrum of the Seas absolut überzeugt. Wir suchen tatsächlich jetzt schon nach unserer nächsten Route! Für uns waren die Tage während der Kreuzfahrt ideal zum Entspannen. Da wir schon oft in Asien gereist sind stand für uns nicht die Erkundung während der Landgänge im Vordergrund, sondern die entspannte Zeit und der Komfort an Bord. Genau dafür war die Spectrum of the Seas die ideale Wahl. Wer allerdings vor allem wegen der Landgänge eine Kreuzfahrt mit der Spectrum of the Seas in Betracht zieht, sollte sich überlegen, ob das Konzept das Richtige ist.
Haben wir euer Interesse geweckt? Dann schaut euch gleich unsere Tipps mit Packliste für eure erste Kreuzfahrt an oder informiert euch auf der offiziellen Website von Royal Caribbean (externer Link).
Hattet ihr schon einmal eine Kreuzfahrt in Asien geplant oder habt ihr Fragen zu den Abläufen an Bord? Schreibt es mir gerne in die Kommentare – ich freue mich auf den Austausch mit euch und hoffe, dieser Einblick hilft euch bei eurer nächsten Reiseentscheidung!










2 Gedanken zu „Royal Caribbean’s Spectrum of the Seas: Unser ehrliches Review“